Fr.. Feb. 13th, 2026

Einleitung

Eine durchdachte Fütterung ist die Basis für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit von Haustieren und Nutztieren. Dieser Beitrag fasst Empfehlungen zu ausgewogenen Futtermischungen, sinnvollen Nahrungsergänzungen, altersgerechten Fütterungsplänen und praktischen Tipps zur Kostenoptimierung zusammen.

animal nutrition

Grundprinzipien einer ausgewogenen Futtermischung

  • Makronährstoffe: Protein, Energie (Fette und Kohlenhydrate) und Ballaststoffe müssen an Bedarf und Aktivität angepasst werden.
  • Mikronährstoffe: Vitamine und Mineralstoffe (u. a. Calcium, Phosphor, Eisen, Zink, Vitamin A, D, E und B-Vitamine) sind essenziell für Stoffwechsel und Immunsystem.
  • Rohstoffqualität: Verwenden Sie hochwertige Ausgangsstoffe; minderwertige Rohstoffe lassen sich nur schwer durch Ergänzungen ausgleichen.
  • Verträglichkeit: Achten Sie auf Allergieneigung und empfindliche Verdauung – gegebenenfalls auf hypoallergene Komponenten setzen.

Empfehlungen für gängige Futtermischungen

Für Hunde und Katzen bieten sich fertige Alleinfuttermittel an, die nach AAFCO/FEDIAF-Richtlinien formuliert sind. Bei Selbstherstellung ist eine Zusammenarbeit mit einer Ernährungsfachkraft ratsam.

  • Fleischbasierte Mischungen: Ausgewogenes Verhältnis von Muskelfleisch, Innereien, Knochen/Calciumquelle und pflanzlichen Anteilen.
  • Pflanzenbetonte Mischungen (z. B. für Pferde, Kaninchen): Gute Faserquellen (Heu, Gras), ergänzt durch Getreide oder Ölsaaten je nach Energiebedarf.
  • Nutztierration: Gewicht, Produktionsziel (Milch, Fleisch), Leistung und Lebensphase bestimmen Verhältnis von Protein, Energie und Mineralstoffen.

Tiernahrungsergänzungen: Wann und welche?

Ergänzungen sind sinnvoll, wenn der Grundfuttermix Lücken aufweist oder besondere Anforderungen bestehen:

  • Mineral- und Vitaminpräparate bei selbst zusammengestellten Rationen oder Nachschub von Mangelzuständen.
  • Probiotika und Präbiotika zur Unterstützung der Darmflora nach Stress oder Antibiotikabehandlung.
  • Omega-3-Fettsäuren für Haut, Fell und Entzündungshemmung.
  • Gelenkspräparate (Glucosamin, MSM, Omega-3) für wachsende oder ältere Tiere mit Arthrose-Risiko.

Fütterungspläne für unterschiedliche Altersgruppen

Die Bedürfnisse verändern sich im Laufe des Lebens. Beispielhafte Orientierung:

  • Jungtiere/Jungvieh: Höherer Protein- und Energiebedarf, regelmäßige Mahlzeiten, ergänzende Mineralien für Knochenaufbau.
  • Erwachsene Tiere: Erhaltungsbedarf decken, Leistung (Zucht, Sport, Milch) berücksichtigen, Gewichtskontrolle.
  • Senioren: Reduzierte Kaloriendichte, leicht verdauliche Proteine, mehr Vitamine/Antioxidantien und Gelenkunterstützung.

Praktische Fütterungsbeispiele

Hund (mittlere Aktivität, 20 kg): ca. 2-3 % des Körpergewichts als tägliche Futtermenge bei Fertigfutter; bei BARF-Rationen: 80% Muskelfleisch, 10% Innereien, 10% Knochen + Ergänzung. Katze (Hauskatze, 4 kg): portioniertes Nassfutter 2-3 Mahlzeiten/Tag, Energiebedarf individuell anpassen.

Kostenoptimierung ohne Qualitätsverlust

Effiziente Fütterung senkt Kosten und erhält Gesundheit:

  • Großpackungen: Sparen pro Einheit, aber auf Lagerfähigkeit achten.
  • Saisonale Rohstoffe: Heu oder Silage günstiger zu Erntezeiten; Lagerung korrekt durchführen, um Schimmel zu vermeiden.
  • Rationsberechnung: Genaues Wiegen und Bedarfsrechnung reduziert Futterverluste und Überfütterung.
  • Lokale Bezugsquellen: Direktkauf vom Produzenten kann Kosten senken und Qualität sichern.
  • Vermeiden von unnötigen Ergänzungen: Nur gezielt einsetzen, basierend auf Blutwerten oder Mangelanzeichen.

Monitoring und Anpassung

Regelmäßige Kontrolle von Kondition, Fell, Kotqualität und Leistungsparametern ist unverzichtbar. Blut- und BGA-Tests helfen bei Unsicherheiten. Futterumstellungen sollten schrittweise über 7–14 Tage erfolgen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Fazit

Eine ausgewogene Fütterung kombiniert hochwertige Rohstoffe, altersgerechte Zusammensetzung und bei Bedarf gezielte Ergänzungen. Durch sorgfältige Planung und regelmäßiges Monitoring lassen sich Gesundheit und Kosten in Einklang bringen. Bei Unsicherheit lohnt sich die Zusammenarbeit mit Tierärztinnen, Tierärzten oder Tierernährungsberaterinnen.

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